"Die Menschheit steht an einem entscheidenden Punkt ihrer Geschichte. Wir erleben eine zunehmende Ungleichheit zwischen Völkern und innerhalb von Völkern, eine immer größere Armut, immer mehr Hunger, Krankheit und Analphabetentum sowie eine fortschreitende Schädigung der Ökosysteme, von denen unser Wohlergehen abhängt. Durch eine Vereinigung von Umwelt- und Entwicklungsinteressen und ihre stärkere Beachtung kann es uns jedoch gelingen, die Deckung der Grundbedürfnisse, die Verbesserung des Lebensstandards aller Menschen, einen größeren Schutz und eine bessere Bewirtschaftung der Ökosysteme und eine gesicherte, gedeihlichere Zukunft zu gewährleisten. Das vermag keine Nation allein zu erreichen, während es uns gemeinsam gelingen kann: in einer globalen Partnerschaft, die auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichtet ist."


Im Juni 1992 wurde Rio de Janeiro die Agenda 21 von 179 Staaten als gemeinsames Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert verabschiedet und unterzeichnet. Die Agenda 21 dokumentiert die Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen. Als gemeinsamer, globaler Aktionsplan im Kampf gegen die dringlichsten Aufgaben der Menschheit enthält sie Beschlüsse zu den Bereichen Umweltschutz, sozialer Ungerechtigkeit, Wirtschaft und Entwicklung. Die Agenda 21 soll weltweit helfen, die Kräfte zu bündeln, um den aktuellen Problemen aktiv zu begegnen.

Die Agenda 21 als Dokument der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro ist zum Symbol einer neuen, gemeinsamen Verantwortung aller Staaten für eine Welt geworden.

Um komplexe Probleme erkennen und lösen zu können, sind Anstrengungen auf allen Ebenen erforderlich. Die Umsetzung der Agenda 21 auf lokaler Ebene, die Lokale Agenda 21, bedingt den Dialog der Kommunalverwaltungen mit ihren Bürgern, örtlichen Organisationen und der Privatwirtschaft. Auf der lokalen Ebene lassen sich Probleme und ihre Lösungen durch persönlichen Kontakt direkter angehen. Entstandene Problemerkennung ermöglicht es, Zielvorgaben zu formulieren und in Modellprojekten zu lösen. In Kapitel 28 der Agenda 21 werden deshalb die Kommunen aufgefordert, in ihrem Wirkungskreis und im Sinne der Agenda 21 aktiv eine nachhaltige kommunale Entwicklung zu fördern.

Aufgaben, wie sie in der Agenda 21 beschrieben sind, können nicht alleine von Regierungen umgesetzt werden. Die Mitbeteiligung und das Mitdenken möglichst vieler Bürger ermöglichen erst das Bewusstwerden und darauf basierend das Konkretisieren der Problembereiche. Aufgerufen wir zu "Global Denken, lokal Handeln".


Zur Unterstützung der Lokalen Agenda 21 wurde die Kampagne Zukunftsfähige Kommune bundesweit gestartet. Das Land Brandenburg wird vertreten durch die Gemeinde Wulkow und die Stadt Senfteberg.
Wulkow wurde ausgewählt als eine der 21 Modellkommunen, die an der Entwicklung und Erprobung von Leitkategorien, Indikatoren und Qualitätsmaßstäben zu Bewertung kommunaler Nachhaltigkeit mitwirken. Wulkow ist mit ihren rund 230 Einwohnern die mit Abstand kleinste Gemeinde, jedoch eine typische Vertreterin brandenburgischer Kommunen im ländlichen Raum.
 
Die inhaltliche Arbeit am Modellprojekt (u.a. die Bewertung und Erprobung von Indikatoren und Prozesskriterien) wird unter Federführung des Projektes energie + agenda 21 lokal gemeinsam mit Kommunalverwaltung, den Dorfkoordinatoren und Teilen der Amtsverwaltung umgesetzt.
 
Eine Liste der ausgewählten Modellkommunen können Sie hier einsehen.

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